Propriozeptive neuromuskuläre
Fascilitation (PNF)
Was ist PNF? Die Abkürzung PNF steht für:
Propriozeptive Neuromuskuläre Fazilitation, und bedeutet das
Zusammenspiel von Nerven und Muskulatur. Gemeint ist damit in der
Physiologie die Reizbildung und -leitung im nervalen und muskulären
System für ein sinnvolles Zusammenspiel aller Muskeln und Gelenke
des Körpers. Diese aktive Methode besteht aus definierten Bewegungsmustern,
orientiert an der normalen motorischen Entwicklung.
Die Bewegungsmuster (Pattern) zeigen sich in Halte- (statisch)
und Bewegungsfunktionen (dynamisch) unseres Körpers.Überwiegend
sind sie für das nicht geübte Auge weniger auffällig,
obwohl sie bei normaler Motorik immer vorhanden sind. Sie verlaufen
dreidimensional und diagonal, da die Muskulatur spiralig angelegt
ist. Mit diesen definierten Bewegungsmustern und bestimmten Techniken
wird therapeutisch gearbeitet. Ziele der Anwendung sind:
- Muskelspannung normalisieren (z. B. Spastizität herabsetzen
oder schwache bzw. gelähmte Muskeln aktivieren). = fazilitieren
- Fördern der motorischen Kontrolle
- Fördern der Mobilität
- Fördern der dynamischen Stabilität, Ausdauer, Kraft
- Fördern der Geschicklichkeit, Koordination
Die Auswahl und Durchführung der Pattern und Techniken richten
sich immer nach der individuellen Situation des Patienten. Die Therapie
erfaßt den Menschen ganzheitlich und setzt immer bei seinen
stärksten Körperabschnitten an, um gezielt die Schwächen
im Sinne der motorisch normalen Funktionen zu erreichen. Auch psychologisch
bedeutet dieser Therapieansatz, daß der Patient seine Stärken
erspürt und positiv motiviert gezielte Aktivitäten aufbauen
kann. |